Sie sind nicht angemeldet.

Immer wieder bekomme ich die Frage gestellt, warum sich mansche Benutzer registriert haben und dann nichts posten können oder Bilder ansehen können. Der Grund dafür ist, das ich alle Benutzer 1-2 mal in der Woche manuell freischalte und das posten und Bilder ansehen erst mit Aktivierung der Accounts funktioniert. Das ist nötig weil ich jeden Tag min. 50 Fakeanmeldungen habe und dieses Forum sonst nur Spam beinhalten würde. Ich bitte deshalb alle neuen Benutzer um etwas Geduld (72 Stunden wäre angebracht). Danke für euer Verständnis.

Und noch was weil es gerade wieder passiert ist. Im Flohmarkt ist bei einem Verkauf einer Sache immer min. 1 Bild hinzuzufügen. Angebote ohne Bilder werden nicht freigeschalten. Das Bild bzw. die Bilder müssen die Puppe zeigen die zum Verkauf steht. Bilder aus dem Internet sind nicht erlaubt.

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Donnerstag, 8. Juni 2017, 15:31

Gesucht und gefunden

Gesucht und gefunden
http://www.dokumentarfilm24.de/2008/10/0…iehungs-ersatz/

Der ein oder andre wirds schon kennen, aber hier sind mal beide Teile von Welt der Wunder und weitere Filmchen zu den Liebespuppen. Vor allem, wenn der Zweite Teil abgespult ist gibts noch mehr interessante Links.

Gruß!

Chris

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Donnerstag, 8. Juni 2017, 17:33

Weitere Links zu Filmen zum Thema kamen da bei mir leider nicht ...

Ich arbeite mich gerade durch die Kommentare, das ist allerdings auch schon spannend (und erschreckend!) genug. Was ich bisher gelesen habe war überwiegend überraschend ausführlich beschrieben - aber eben auch in jeder Hinsicht. Auch in der, mit der ich mich nicht identifizieren möchte und die, ganz gleich ob mit einer real person oder einer real doll, für mich das zum Ausdruck bringt was die Wahl einer Puppe nicht sein sollte ... nämlich das (absichtliche) Vermeiden einer tatsächlichen Beziehung weil man sich nicht darauf einlassen möchte auf seine eigenen Wunschvorstellungen mal auf den Prüfstand zu stellen und sich wirklich auf eine Bindung zu einem anderen Menschen einzulassen, weil die Wünsche und Bedürfnisse des anderen Menschen die eigenen Phantasien bloß stören ...

Was erwartet man denn für eine Beziehung wenn die Vorstellungen sich voll und ganz darauf fokussieren, dass die Partnerin (oder der Partner, ist wurscht) vor allem so weit wie möglich Topmodel zu sein hat. Ein Stück weiter hinten kommt dann willig/ duldsam oder wenigstens 'pflichtbewusst' (würg) genug für die eigenen Ansprüche - sonstige persönliche und charakterliche Eigenschaften rangieren im Grunde genommen überhaupt nicht mehr auf der Auswahlliste ... Wie kann ich mich darüber wundern dass es 'menschlich' zwischen mir und meinem Partner nicht funktioniert wenn eben diese Frage vorher bei der Auswahl so gar keine Rolle gespielt hat?

Das ist natürlich keine Frage die speziell Puppenliebhaber betrifft, das ist eine generelle. Und vielleicht ist es der Teil an Männern (oder auch Frauen), die daran scheitern und deswegen ausschließlich Puppen bevorzugen WEIL sie eben keine eigene Meinung haben und man sich mit ihnen nicht auseinander setzen muss und die das bei realen Menschen als Nachteil empfinden, die für das Unbehagen sorgen, das man in Verbindung mit Puppenliebhabern empfinden kann.

Der eigene Charakter des Partners sollte in einer Beziehung nicht 'das notwendige Übel' sein, je weniger desto besser ...

Klar, niemand, der sehen kann, ist vor optischen Vorlieben gefeit. Und die sind natürlich auch durch unser kulturelles Umfeld geprägt. Das heißt aber doch nicht dass man sich dem völlig willenlos anschließen muss. Man kann doch auch seine Prioritäten überdenken und daran arbeiten was einem wirklich wichtig ist ... und ich meine damit nicht, dass man einfach seine Wünsche aufgibt und sich quasi mit dem Trostpreis zufrieden gibt. Einen Menschen zu finden der charakterlich zu einem passt ist sicher nicht einfacher als wenn man nur die Optik berücksichtigt.

Ich sehe bei dieser Sache viele Parallelen zu dem worüber Doc oft schreibt bei Toys ... Gibt man sich mit einem vordergründigen, eher groben, Nervenkitzel zufrieden, der zwar kurzfristig stark wirken mag aber auch schnell abflaut und auf Dauer abstumpft oder entwickelt man sich selbst weiter was die Auseinandersetzung mit sich selbst (und dann auch anderen) angeht. Das geht eben nicht schnell-schnell, damit muss man sich befassen, sich darauf einlassen, das braucht sicher auch Zeit, aber dafür hat es dann eben auch mehr Tiefe.
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Donnerstag, 8. Juni 2017, 18:28

Ich habe in andern Foren auch schon viele Personen gelesen, mit denen ich mich nicht identifizieren kann, also mit deren Einstellung. Man darf nicht vergessen, dass wir uns hier auch in einem Grenzbereich befinden. In der Psychologie gibts ja auch viele Grenzfälle, also das ist schwer - für mich wenigstens - normal von nich normal zu unterscheiden. Interessiert mich hier aber nicht wirklich. Was mich interessiert, ist, dass es ja eine Herausforerung ist, herauszufinden, was Puppen anziehend macht. Noch kann ich nicht alle Fragen beantworten, aber das wird schon noch. Zum Beispiel die Frage, warum man eine Puppe wieder abschafft, verkauft? Nachdem man sich dazu durchgerungen hat, eine anzuschaffen. Was viel in den Kommentaren durchklingt, dass eine Puppe alles mitmacht, bzw. dass sie sich jederzeit anfassen lässt, ohne mürrisch zu werden oder abwehrend zu reagieren. Da ist viel wahres dran. Allein, wenn man es mal daher betrachtet, dass ein Mann eine Frau nur anspricht/anmacht, weil er was von ihr will. Er findet sie attraktiv und möchte gerne mal .... und genau das ist es, ein Geschöpf, das diese Reize ausstrahlt, lässt zu, dass man es berührt und einfach nur anschaut, vielleicht schaut man auch blöd dabei selber aus, es ist aber völlig egal. Da wird man nicht ausgelacht oder schräg angeschaut oder angemacht, weil man nur auf den Arsch schaut. Interessiert ja hier keinen und wenn diese Puppen sprechen könnten, könnte ich mir vorstellen, dass sie sich nicht negativ äußern würden, denn dafür wären sie nicht gemacht. Un es ist gewissermaßen auch so, dass durch die Verselbstständigung der Frauen und die Gesetzgebung, die natürliche Aufgabe des Mannes absurd geworden ist, er kann nicht mehr das sein, was er natürlicher
Weise gerne ist und tun würde - und auch könnte. Früher wars noch so, dass die Frau oft zuhause war, da hatte der Mann Kostgeld für die Familie abzugeben, das war Gesetz, die Frau hatte einen Anspruch drauf, versorgt zu sein, denn dafür hatte sie den Haushalt unter sich und die Kinder und für das leibliche Wohl des Mannes zu sorgen. Da war die Welt noch mehr in Ordnung als heute. Heute gehen Mann und Frau arbeiten, konkurieren oft um einen Arbeitsplatz, um dieselbe Position. Der Mann ist so von Natur aus geschaffen, dass es sein Ziel ist, eine Sippe anzuführen. Jetzt haben die Frauen diesen Anspruch für sich entdeckt und fordern den ein. Und so weiter und so weiter... Männer werden krank. So, wie ein Tier krank wird, dass ich auf 4qm einsperre, kann man in Zoos oft beobachten. Früher, vor 5000 Jahren bspw. hat der Mann die Frau angemacht, sie hat es sich gefallen und den Mann gewähren lassen., weil sie einen Mann zum Überleben und zur Fortpflanzung brauchte. Heute sind die natürlichen Grundlagen eines gesunden Lebens durch Gesetze etc. alle auf den Kopf gestellt. Das bekommt aber auch den Frauen auf Dauer nicht gut. Noch mag das klappen, dass sie einfach die Tittis zeigen und lächeln und der Mann bezahlt die Rechnung an der Theke. Aber immer mehr Männer werden sich überlegen, ob sie noch eine Frau brauchen, also benötigen. Um Fussball zu genießen, reichen Männerfreundschaften aus. Und daher werden auch mehr Frauen alleine bleiben oder aber in den Arsch getreten und zwar von den Männern. Oft genug ist es ja so, dass Frauen Männern den Laufpass geben, weil sie sich in der besseren Position befinden, schneller wieder in eine Beziehung zu kommen, wenn sie wollen, müssen sich nur anmalen und sexy Klamotten anziehen, etwas lächeln und auf den Mann zugehen. Dass Frauern sich, wie früher, noch was gefallen lassen und auf den Mann irgendwo hören, das funktioniert vor allem in den Ehen noch gut, wo der Mann das Geld hat (Millionen) und die Frau praktisch nichts hatte, als sie in die Ehe kam. Also wo die Frau noch auf den Mann angewiesen ist, gewissermaßen. Dem Manne geht es eben, instinktiv oft nur um die Reize eines schönen Körpers und um die Befriedigung seiner Triebe. Warum sollte der Mann sich ersatzweise das nicht suchen und beschaffen, wenn ers damit einfacher hat, als mit einer Frau, die ihn tagsüber auf der Arbeit bevormundet und ihn nur an sich ranlässt, wenn sie Lust und Laune hat. Ich kenne einige Frauen, die die Männer wechseln, wie die Unterwäsche. Alles ist verquer, deshalb ist es für Männer interessant, was die Puppen für Reize bieten und ob sie was ersetzen können, was den Männern fehlt. Tatsächlich kann dem Mann was fehlen, wenn die Frau keine Modelmaße hat, weil es in diesem Zusammenhang auch viele erotische und sehr knisternde Erfahrungen zu machen gibt, aber eben nicht, wenn die Frau bei 1.50m Größe schon 89kg wiegt. Da ist es dann schwieriger, da fallen für den Mann viele Erfahrungen aus, viele Sexy Dessous und andere tolle Sachen, mit denen er seine Frau gerne sehen würde, sehen entweder nicht aus oder bringen den Effekt nicht. Aber so gibt es viele Beispiele, wo der Mann etwas an einer Puppe finden kann. Der Mann ist eben genetisch so geschaffen, solch Eigenschaften zu haben, weil sie fr das Überleben und die Fortpflanzung eigentlich wichtig sind/waren. Aber auch Frauen haben oft schon ähnliche Prbleme und wünschen sich manchmal einen Mann zum "in den Schrank stellen".

Chris

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Donnerstag, 8. Juni 2017, 19:27

Entschuldige bitte, aber das auf die Genetik zu schieben ist der totale Humbug. Das ist eine rein kulturelle Prägung und im Vergleich zur Entwicklung der Menschheit nur den Bruchteil eines Augenblicks lang. Es hat schon immer (und gibt es teils auch heute noch) andere kulturelle Muster gegeben, von den Vorstellungen was ideal ist und was nicht mal ganz abgesehen, die haben sich auch in unserem Kulturkreis schon erheblich gewandelt (und werden das vermutlich auch weiter tun).

Was die Genetik angeht, allein der Mensch wie er heute ist existiert ja im Vergleich noch gar nicht so lange. Möchte man wissen wie es um die grundlegende Natur des Menschen bestellt sein dürfte kann man vergleichen miit Tieren, die in einem analogen Sozialsystem wie der Mensch leben. Das sind z.B. Wölfe. Auch die leben in einem Sippensystem, dh. die Gruppe besteht aus den Eltern und deren Nachkommen und so weiter. Dieses auf Blutsverwandschaft, aber auch Einbindung beider Geschlechter ist gar nicht mal so häufig unter Säugetieren, es unterscheidet sich erheblich von anderen Formen wie beispielsweise Clans oder Herden, bei denen die Sozialbeziehungen oft auf eine Geschlechtsgruppe beschränkt sind.

In einer Wolfsgruppe wird kein männlicher Wolf impotent oder verdrossen weil seine Gefährtin genausogut oder vielleicht sogar besser jagen kann als er selbst - und glaube mir, das können sie. Auch wenn die Wölfin in der Hochschwangerschaft oder in der frühesten Stillzeit erstmal an die Höhle gebunden ist käme niemand auf die Idee, sie für den Rest des Jahres dort einzusperren, wozu auch? Wenn du eine Wölfin zum Sex drängen wolltest die das gerade nicht will (und sie will nur einmal im Jahr, nämlich in der Ranzzeit im Februar für ca. zwei Wochen, wie fast alle Säugetiere sind Wölfe sexuell ausgesprochen saisonal) kann ich dir versprechen dass du das in keinem Falle unbeschadet überstehst. Was dir eine nicht gestimmte Wölfin antäte, dagegen ist die Abwehr auch der gröbsten Frau streichelzart. Die würde dich im Ernstfall nämlich töten wenn du sie nicht in Ruhe lässt.

Die Natur wäre höchst blöde und wir wären längst ausgestorben wenn die Evolution bei uns solche starren Rollenbilder zugelassen hätte.

Dass es mindestens genauso schwer sein kann, den Wandel der kulturellen Rollenbilder mitzumachen wie sich gegen genetisch/ biologische Anlagen aufzulehnen steht auf einem anderen Blatt. Aber das was wir im Kopf haben wenn wir uns mit Rollenbildern herumschlagen hat so gut wie nichts mit Genetik zu tun.
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Donnerstag, 8. Juni 2017, 19:58

Die Frage von Normalität ist für mich hier auch nicht entscheidend. Normalität ist eine statistische Angelegenheit, nämlich das, was die Mehrheit als normal ansieht. Auch das ist kulturellem Wandel unterzogen, vor 80 Jahren wurde es als normal erachtet in Deutschland wenn man Juden und andere Völker als Untermenschen angesehen hat. Sowas kann nichts mit 'richtig' zu tun haben. Mir geht es aber in diesem Zusammenhang nicht um richtig oder falsch und schon gar nicht darum, dass ich bewerte, was richtig oder falsch ist. Mir geht es dabei mehr darum mir klarzuwerden wie ICH dazu stehe - das heißt ja nicht dass andere das mit gleichem Recht nicht anders sehen dürften.

Die Frage, was an einer Puppe wirkt ist auch etwas, mit dem ich mich befasse. Ich glaube nur dass ich da einen anderen Weg beschreite als du. Der Punkt dass eine Puppe mir erlaubt, mich auf meine eigenen Wünsche zu konzentrieren ist sicher ein gemeinsamer Faktor - daran sehe ich auch an sich nichts schlechtes. Meine an anderer Stelle dazu angestellten Überlegungen haben damit gar nichts zu tun. Da ging es mir um die Situation wenn man eine Konkurrenz zwischen Mensch und Puppe schafft (das gilt auch für andere Ersatzbeziehungen wie die zu Tieren oder oder). Was man darüber hinaus macht, ob man sich für das eine oder andere oder auch eine Kombination aus beidem entscheidet sollte doch jedem selbst überlassen sein.

Ich möchte mich nicht von anderen, beispielsweise von Herstellern, darauf beschränken lassen was an einer Puppe für mich wirkt. So wie es markttechnisch aussieht scheint das ja die möglichst lebensechte Optik zu sein. Das ist scheinbar der Kompromiss für den die meisten bereit sind zu zahlen - und deswegen stellen die Hersteller das her. Deswegen muss das aber noch lange nicht das Beste für mich sein. Und auf der Suche bin ich halt für mich selbst. Was ist das was eine Puppe für mich optimal machen könnte. Und ich glaube halt nicht dass für mich die Antwort auf diese Frage primär in der Optik liegt.
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Donnerstag, 8. Juni 2017, 21:22

Zitat

Entschuldige bitte, aber das auf die Genetik zu schieben ist der totale Humbug.


Dann habe ich mich nicht verständlich genug ausgedrückt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du das als Humbug ansiehst. Dieses Bild wird oft verzerrt und so dargestellt, als ob sich die Natur einfach prägen liese. Genau darin sehe ich das Problem der Gesellschaft. Sich die Normen zu bauen und was dann nicht dazu passt, ist eben krank oder so. Tatsächlich ist es aber so, dass, wenn man sich mal wieder mit Natur beschäftigt, d.h. insbesondere mit Tieren und in die Natur geht, genau diese genetische Vorbelastung zuhauf überal im Frühjahr sehr schön zu beobachten ist: Insekten, Säugetiere und alle, die sich nicht durch Zellteilung vermehren oder vonzuhause aus zweigeschlechtlich sind, dass alle diese Lebewesen ihrem Trieb nachgehen, die Weibchen zu umwerben und zu befruchten. Dazu bedienen sich viele Tiere - wie der Mensch auch - der äußerlichen Reize. Also wenn das nicht durch die Gene natürlich bedingt ist, wie dann? Auch die Rollenverteilung bei den Tieren ist offenbar entwicklungstechnisch (Fortpflanzung, Genetik) bedingt. So gibt es Weibchen, die fressen die Männchen nach der Befruchtung. Oder Männchen, die sozusagen die Hausfrau spielen, während das Weibchen zur Jagd geht. Ich denke nicht, dass wir uns das als Menschen so ausgedacht haben, dass das Männchen, als körperlich überlegener Teil, den Beschützer, Verteidiger und quasi damit auch den Anführer der Sippe darstellt bzw. geben muss, genau so, wie den Jäger. Dass ein Weibchen nicht zwangsläufig immer zur Verfügung steht oder stand - ob vor zigtausend Jahren oder heute, ist mir auch klar, das weiß ich. Dass Du das so nicht hinnimmst - gut, i.O. - ändert aber nichts an dem, was ich damit beispielhaft verdeutlichen wollte. Hab ich jetzt ein falsches Bild erzeugt - Mist! ?(

Zitat

Die Frage, was an einer Puppe wirkt ist auch etwas, mit dem ich mich befasse. Ich glaube nur dass ich da einen anderen Weg beschreite als du.


Ich kann mir gut vorstellen, dass Du anders schreitest als ich. :) Vielfalt ist gut.

Zitat

Ich möchte mich nicht von anderen, beispielsweise von Herstellern, darauf beschränken lassen was an einer Puppe für mich wirkt. So wie es markttechnisch aussieht scheint das ja die möglichst lebensechte Optik zu sein.


Ich denke mir, wenn wir etwas als das akzeptieren sollen, was es darstellen soll, dann muss es auch so aussehen, wie das, was es darstellen soll. Es muss dem Zweck, den es erfüllen soll, entsprechend aussehen.
Die Herausforderung ist für die Hersteller - und der Reiz - dass es gelingt, eine Puppe so zu erschaffen, dass sie schon beim Ansehen praktisch als solche für uns, ohne Weiteres, nicht zu erkennen ist. Bestes Beispiel dafür sind manche Kunstblumen; als die noch nicht so verbreitet waren. Oder auch Kunstgräser. Als man da manchmal davor stand und dann plötzlich feststellte: "ach, die ist künstlich!?". Aber das wird bei menschlichen Nachbildungen schwerer, weil wir Mimik und Gestik haben und ein sich nicht bewegender menschlich aussehender Körper nur im ersten Augenblick täuschen kann. Es kommt nicht nur auf den Detailreichtum an. Auch Menschen unterscheiden sich in den Details, der eine dünner, der andre dicker, der eine ohne Stirnfalten, der andre mit etc. Das Gesamtwerk muss uns überzeugen. Für mich zum Beispiel ist es eine gewisse Natürlichkeit. Ich bin nicht auf Gleichmäßigkeit - als Schönheit - aus. Ich habe festgestellt, dass ich gewisse Abweichungen von der Norm - wo andre nicht unbedingt sagen würden, dass das schön ist - als Natürlichkeit am ansprechendsten finde. Wobei ich versuche, natürliche Vorbilder zu reflektieren, die in mir etwas auslösen. Es fängt schon damit an, wenn man so eine Puppe mal trägt. Viele User sagen ja auch, das Gewicht ist nicht unbedeutend und auch eine gewisse Größe.

Nun die Frage, was ist es für Dich? Was ist für Dich wichtig bzw. entscheidend an einer Puppe? Ich hoffe, Du findest es heraus :) Auf welchem Weg auch immer. Es ist ja meist so, dass man dann, wenn man etwas hat, feststellt, was es wohl war, was einem daran gefallen hat bzw. den Reiz ausmachte, es zu bekommen. Ob man es dann brauch, stellt man glaub ich auch fest. Auf dem Weg bin ich noch.

Chris

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Donnerstag, 8. Juni 2017, 21:47

Du kannst mir glauben dass ich mich seit nunmehr Jahrzehnten mit menschlicher und tierischer Verhaltensforschung beschäftige, sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis. Du wirfst da viel zu viel in einen Topf und daraus resultieren Schlüsse die dem persönlichen Wunschdenken und nicht der biologischen Realität entspringen. Du kannst nicht sämtliches Leben auf dem Planeten in einen Topf werfen und daraus das Konstrukt einer 'biologischen' Hausfrau bei Menschen ableiten denn das ist eben Humbug. Die Hausfrau ist ein rein gesellschaftliches und in keinem Fall ein biologisches Konstrukt. Genau das Gleiche mit dem Mann als Anführer- das ist pure kulturelle Tradition (bei uns) - keinesfalls biologisch für unser soziales System. Es hat über Jahrtausende genauso matriarchalische Kulturen gegeben, in dem die Frauen Krieger waren, ebenso wie Kulturen in denen es gleichberechtigtere Gesellschaftsformen gab.

Im Übrigen ist vor allem (aber nicht nur) bei Säugetieren die Optik von eher untergeordneter Rolle für sexuelles Umwerben. Den primären Reiz bilden da Geruchsstoffe, vor allem Pheromone. Obwohl Menschen hinsichtlich ihrer geruchlichen Sinne im Verhältnis zu allen anderen Säugern erheblich degeneriert sind nehmen auch wir Pheromone noch wahr. Daneben spielen übrigens für die Frage der Partnerwahl auch andere geruchliche Faktoren eine Rolle, die für die Partnerwahl wichtig sind. Gesundheit beispielsweise oder auch die Passung des Immunsystems sind für die meisten über den Geruch identifizierbar. Es hat gute Gründe warum man sagt, man kann jemanden 'nicht riechen'!

Entsprechende Pheromone werden aber vom Körper zielgerichtet produziert, das heißt, dann, wenn das Weibchen auch eine Begattung beabsichtigt - anders als optische Reize die ja ggf. ständig präsent sind. Dann wäre es nur noch Sache des Weibchens zu entscheiden, wen sie für die Begattung auswählt - abhängig natürlich wieder von der Sozialstruktur. Paarweise Einehen sind bei Säugern halt nicht so sehr häufig, wie gesagt, neben Menschen beispielsweise bei Wölfen. Da kommen andere Männchen halt nicht in Betracht. Aber der Rüde wird sich der Fähe auch nur dann nähern wenn ihm sein Geruchssinn sagt dass das jetzt erfolgversprechend wäre. Mit ein bischen Erfahrung wissen die auf den Tag genau wann es sich lohnt zu fragen und wann man sich ohnehin nur eine Abfuhr einhandelt. Die Optik der Fähe hat da zu keinem Zeitpunkt irgend einen Einfluss drauf, die sieht vorher und nachher genau gleich aus.
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Chris« (8. Juni 2017, 22:02)


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Donnerstag, 8. Juni 2017, 22:00

Was deinen Blumenvergleich angeht, was nutzt mir die Optik wenn es der Duft ist den ich liebe ... Ich verstehe durchaus warum es für Hersteller der leichteste Kompromiss ist eine möglichst gute optische Illusion zu schaffen. Optik hat bei Menschen schon einen hohen Stellenwert. Auch das hat übrigens eine kulturelle bzw. auch umweltbedingte Komponente, rein biologisch müsste das nicht so sein. Unser Geruchssinn ist zwar erheblich degeneriert im Vergleich zu dem was unsere Vorfahren konnten, auch unser Gehör hat gelitten aber der Rest ist nicht soo schlecht - auch wenn eine Kuh mindestens doppelt soviel Geschmackssinneszellen hat wie wir ;)

Wenn es für dich primär die Optik ist ist es doch prima. Dann solltest du nicht allzuviel Schwierigkeiten haben etwas Passendes zu finden. Ich vermute aber mal dass der augenscheinlich doch recht hohe Anteil an 'Trennungen' was damit zu tun hat dass die Optik für viele wohl doch nicht so wesentlich war wie sie angenommen haben. Auch für mich ist Optik nicht total unwesentlich aber ich merke beim Probieren halt dass es andere Dinge sind die mir fehlen bzw. die mir die Optik nicht ersetzen kann. Daran arbeite ich halt und probiere aus ob ich das finden bzw. herstellen kann was eine Puppe für mich gut machen würde. Deswegen ja auch meine Absicht, selbst etwas zu bauen um das auszuprobieren.
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Donnerstag, 8. Juni 2017, 22:52

Auf eine Sache muss ich noch mal eingehen. Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen, innerhalb einer Argumentation mit Biologie/ Genetik UND Gesetzen zu argumentieren? Wo gibt es das in der Biologie oder sollte es das jemals gegeben haben dass willkürliche Gesetze einem Geschlecht mehr oder andere Rechte zuweisen als einem anderen? Wenn überhaupt könnte man die gesetzliche GleichBERECHTIGUNG allenfalls als einen Schritt in die Richtung zurück zu einer natürlichen, biologischen Ordnung verstehen. Jegliche andere Form von Institutionalisierung, ganz gleich ob unter männlicher weiblicher Herrschaft, hat mit natürlicher oder biologischer oder auch genetischer Realität rein gar nichts zu tun. Es ist das genaue Gegenteil davon.

Evolution basiert auf der Möglichkeit permanenter Änderung sowohl von genetischen wie auch verhaltenstechnischen Merkmalen zum Zwecke der ständigen Anpassung und Verbesserung der Anpassung an die äußeren Umstände. Jede Form institutionalisierter Einflussnahme darauf, sich diesen Änderungen entsprechend auch verhalten zu können wäre biologisch völlig absurd!
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Freitag, 9. Juni 2017, 11:18

Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen, innerhalb einer Argumentation mit Biologie/ Genetik UND Gesetzen zu argumentieren?
Dass ich, zur Verallgemeinerung und der Parallelensuche oder-darstellung, auch mit herkömmlichen Sprachgebrauch abkürzend, zu vermitteln versuche, was mich bewegt und meine Meinung darzustellen, ohne das immer ausainanderzuhalten und detailliert korrekt zu betrachten, dafür möchte ich mich umfänglich entschuldigen!


Ich betrachte das in der Gesamtheit.

Da zeigen sich, für mich, deutlich Probleme bzw. Konflikte, die in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft liegen. Das ist auch das, was viele in den Kommantaren schreiben, der eine das, der andre das, der nächste wieder zwei andre Dinge. Insgesamt zeigt sich in den Kommentaren anderer Foren aber auch, warum einige Leute sich Puppen anschaffen. Es gibt ganz unterschiedllicher Gründe, manche suchen nur was zum Kuscheln im Bett, (weswegen ich - nebenbei - diese Teddybabes ganz gelungen finde, echt kreativ und knuffig, find ich. :) ). Deshalb, weil das Thema komplex ist, kann ICH das eine nicht vom andern trennen und will es nicht mehr trennen. Weil mich isolierte Betrachtungsweisen nicht weiter gebracht haben. ICH versuche meine Umwelt zu verstehen und die Entwicklung. Meine Meinung ist es eben, dass wir uns als Menschen selber Defizite regelrecht selber bauen, sei es per Gesetz oder Gesellschaftsnorm. Und nach meiner Meinung ist es bis jetzt (ändert sich vlt. noch mit zunehmendem Wissen) so, dass wir offenbar, wie in dem Artikel zu lesen und in den Kommentaren anklingend, es dann zu Ausweichshandlungen kommt. Dieselbe Diskussion kann man ganz genau so ja auch über Bordelle führen, die es schon weitaus länger gibt.

Was mich dann an der Sache noch interessiert ist, wie sich das Psychisch auswirkt und ob es am Ende nuntzt oder nicht, also Bordelle besuchen oder Straßenstrichs oder sich eine Puppe kaufen, aus welchem Grund auch immer, oder sich ein schnelleres Auto zulegen, als der Nachbar (oder einfach nur ein teureres), aber hier sind wir auf die Puppen gekommen.

Nun kann man dann wieder zu der Betrachtung kommen, warum Ehefrauen, Puppen bei ihren Männern i.d.R. nicht akzeptieren. Es gibt Ehefrauen, die fangen sich an Sorgen zu machen oder wissen damit nichts anzufangen, können das nicht einordnen. Spreche ich dagegen darüber mit einer Bekannten, die sowieso immer die Männer wechselt, findet die das dagegen eher interessant und vielleicht spannend und sagt: "warum nicht?". Aber das ist eine andere Sache, um die es ja hier nicht geht.

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Freitag, 9. Juni 2017, 12:24

Du musst dich nicht entschuldigen - ich finde, eine Debatte kann doch durchaus was für sich haben und helfen, die Gedanken zu sortieren, darauf aufmerksam zu machen was man vielleicht übersehen oder falsch interpretiert hat - mir gehts jedenfalls so. Wenn mich was beschäftigt mag ich auch drüber diskutieren. Und was nicht kontrovers ist wird doch dann schnell langweilig ...

Man braucht einen Zusammenhang, da stimme ich dir durchaus zu. Aber der Zusammenhang hat wenig Chancen darauf, tatsächlich Sinn zu ergeben wenn die Faktoren auf die man baut nicht stimmen. Dann fehlt halt das Fundament und die Richtung kann höchstens noch per Zufall passen. Ich glaube dass das auch die Basis vieler solcher Frustposts ist bei denen alle anderen, natürlich vor allem das erwünschte Geschlecht, schuld sind während man selbst doch so ein toller nur leider unentdeckter Fang wäre ... Höchstwahrscheinlich fehlen bei den meisten da doch ein paar Variablen in der Gleichung, die nicht nur mit den anderen zu tun haben. Solang man die aber nicht erfasst wird man vermutlich auch nichts ändern können.

Was das Thema Akzeptanz angeht, ich habe nicht den Eindruck dass die Freizügigkeit und Zugänglichkeit sexueller Inhalte, die wir ja durchaus haben, etwas mit mehr Offenheit oder Verständnis unter tatsächlich miteinander Sex habenden Personen zu tun hat. Warum sonst wäre der Rat Nr. 1 den ich bei Fragen zu Sexproblemen immer finde der, miteinander darüber zu sprechen was man eigentlich gern hätte? Wenn das so gut klappen würde wäre das wohl nicht die Nr. 1.

Was uns da ja buchstäblich um die Ohren geschlagen wird ist ja meist auch nur eine Variante (oder zumindest war es das lange, vielleicht ändert sich das ja auch Stück für Stück). Was man da zu sehen bekommt wird dann wieder scheinbar zur Norm und macht es wiederum schwieriger für die, die befürchten, nicht zur Norm zu gehören.

Dazu gehören wollen, sich nicht zum Außenseiter machen wenn es sich vermeiden lässt ist für sehr viele ein starker Motor, das darf man nicht vergessen. Es macht halt angreifbar, sich als anders darzustellen und die Kraft, das auszuhalten muss man halt erst mal finden. Nicht verwunderlich dass diejenigen, die da die Wahl haben die Kosten erst mal scheuen.
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